Delfin (Delphinus)
Astronomisches Sternbild mit 189 Quadratgrad Fläche.
Am Sternenhimmel hat jedes der 88 Sternbilder seinen festen Platz, so auch Delfin. Was es astronomisch ausmacht und woher sein Name stammt, zeigt dieser Ueberblick.
Die Eckdaten
dolphin
Delfin in Zahlen
| Lateinischer Name | Delphinus |
|---|---|
| Genitiv | Delphini |
| IAU-Kürzel | Del |
| Fläche | 189 Quadratgrad (Rang 69 von 88) |
| Hellster Stern | Rotanev (Helligkeit 3.62) |
Sterne innerhalb eines Sternbilds werden traditionell nach der Bayer-Konvention benannt: ein griechischer Buchstabe, meist nach abnehmender Helligkeit vergeben, gefolgt vom lateinischen Genitiv des Sternbildnamens. Der hellste Stern in Delfin heisst deshalb oft Alpha Delphini, sofern er nicht wie Rotanev einen eigenen historischen Eigennamen traegt.
Woher Delfin seinen Namen hat
Delfin zaehlt zu den antiken Sternbildern, die bereits der griechisch-roemische Astronom Ptolemaeus im 2. Jahrhundert beschrieben hat. Seine Herkunft reicht damit deutlich weiter zurueck als die moderne Astronomie.
Die Flaeche von Delfin betraegt lediglich rund 189 Quadratgrad, was es auf Rang 69 der 88 Sternbilder setzt.
Sichtbarkeit von Delfin
Delfin gehoert zum Nordhimmel und laesst sich von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz aus gut sehen, bevorzugt im Sommer.
Der Weg zum Sternbild
Wer Delfin von blossem Auge finden will, sollte zunaechst den hellsten Stern des Sternbilds anpeilen und von dort die schwaecheren Nachbarsterne absuchen.
Kleiner Hinweis
Nutze eine Sternkarten-App mit Nachtmodus (rotes Licht), damit deine Augen im Dunkeln adaptiert bleiben.
Fragen und Antworten
Wie unterscheidet sich das astronomische Sternbild von einem gleichnamigen Tierkreiszeichen?
Die 88 astronomischen Sternbilder haben feste, von der IAU festgelegte Grenzen. Die zwoelf astrologischen Tierkreiszeichen sind dagegen gleich grosse, gedachte Abschnitte von 30 Grad und haben sich durch die Praezession der Erdachse von den tatsaechlichen Sternbildern verschoben.
Wie gross ist Delfin im Vergleich zu anderen Sternbildern?
Mit rund 189 Quadratgrad belegt Delfin Rang 69 von 88 Sternbildern in der Groessenordnung.
Gibt es zu Delfin einen Mythos?
Viele Sternbilder tragen eine Ueberlieferung aus der griechisch-roemischen Mythologie oder wurden nach Objekten und Tieren benannt. Details dazu liefert der Abschnitt zur Herkunft oben.
Woher stammt der Name von Delfin?
Die Herkunft ist dokumentiert: ancient (Ptolemy). Die deutsche Bezeichnung leitet sich aus der lateinischen Tradition der Sternbildbenennung ab.
Zaehlt Delfin zu den zirkumpolaren Sternbildern?
Nein, Delfin ist nicht zirkumpolar und daher nur zu bestimmten Jahreszeiten am Nachthimmel zu sehen.
Braucht man ein Teleskop, um Delfin zu sehen?
Das haengt vom hellsten Stern ab: Bei einer Helligkeit um 3.62 ist das Sternbild in dunklen, klaren Naechten meist mit blossem Auge erkennbar, ein Fernglas erleichtert das Auffinden zusaetzlich.
Die astronomischen Angaben zu Flaeche, hellstem Stern und Herkunft stammen aus der offiziellen IAU-Klassifikation. Sichtbarkeitsangaben sind grobe Orientierungswerte fuer mitteleuropaeische Breiten und koennen je nach genauem Standort abweichen.
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