Mikroskop (Microscopium)
Astronomisches Sternbild mit 210 Quadratgrad Fläche.
Am Sternenhimmel hat jedes der 88 Sternbilder seinen festen Platz, so auch Mikroskop. Was es astronomisch ausmacht und woher sein Name stammt, zeigt dieser Überblick.
Die Eckdaten
microscope
Was man über Mikroskop weiss
| Lateinischer Name | Microscopium |
|---|---|
| Genitiv | Microscopii |
| IAU-Kürzel | Mic |
| Fläche | 210 Quadratgrad (Rang 66 von 88) |
| Hellster Stern | γ Microscopii (Helligkeit 4.68) |
Für die genaue Bezeichnung einzelner Sterne in Mikroskop wird der lateinische Genitiv Microscopii mit einem griechischen Buchstaben kombiniert. Der hellste Stern, γ Microscopii, ist meist unter seinem historischen Eigennamen bekannter als unter der systematischen Bayer-Bezeichnung.
Die Entstehung von Mikroskop
Mikroskop geht auf den französischen Astronomen Nicolas-Louis de Lacaille zurück, der im 18. Jahrhundert den Südhimmel systematisch kartierte und dabei viele neue Sternbilder einführte, oft nach wissenschaftlichen Instrumenten benannt.
Mikroskop gehört mit nur rund 210 Quadratgrad zu den kompakteren Sternbildern, Rang 66 von 88.
Mikroskop am Nachthimmel finden
Mikroskop gehört zum Südhimmel und ist von Mitteleuropa aus kaum oder gar nicht zu sehen. Wer es beobachten will, muss deutlich weiter südlich reisen.
Praktische Beobachtung
Da Mikroskop zum Südhimmel gehört, ist eine Reise nötig, um es zu sehen. Vor Ort orientiert man sich am besten an markanten Nachbarsternbildern und einer aktuellen Sternkarte.
Praxis-Tipp
Warte nach dem Rausgehen mindestens 15 bis 20 Minuten, bis sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben.
Häufige Fragen zu Mikroskop
Braucht man ein Teleskop, um Mikroskop zu sehen?
Das hängt vom hellsten Stern ab: Bei einer Helligkeit um 4.68 ist das Sternbild in dunklen, klaren Nächten meist mit blossem Auge erkennbar, ein Fernglas erleichtert das Auffinden zusätzlich.
Wie unterscheidet sich das astronomische Sternbild von einem gleichnamigen Tierkreiszeichen?
Die 88 astronomischen Sternbilder haben feste, von der IAU festgelegte Grenzen. Die zwölf astrologischen Tierkreiszeichen sind dagegen gleich grosse, gedachte Abschnitte von 30 Grad und haben sich durch die Präzession der Erdachse von den tatsächlichen Sternbildern verschoben.
Wann wurde Mikroskop offiziell festgelegt?
Die heutigen Grenzen aller 88 Sternbilder legte die Internationale Astronomische Union 1922 fest, auch wenn viele Sternbilder, darunter Mikroskop, schon deutlich älter sind.
Gibt es zu Mikroskop einen Mythos?
Viele Sternbilder tragen eine Überlieferung aus der griechisch-römischen Mythologie oder wurden nach Objekten und Tieren benannt. Details dazu liefert der Abschnitt zur Herkunft oben.
Kann ich Mikroskop mit blossem Auge finden?
In lichtverschmutzten Gegenden ist das oft schwierig. Am besten gelingt die Beobachtung fernab von Stadtlicht bei klarem Himmel und in der genannten Jahreszeit.
Zählt Mikroskop zu den zirkumpolaren Sternbildern?
Nein, Mikroskop ist nicht zirkumpolar und daher nur zu bestimmten Jahreszeiten am Nachthimmel zu sehen.
Diese Angaben beruhen auf der offiziellen astronomischen Einteilung. Wetter, Lichtverschmutzung und genaue geografische Breite beeinflussen die tatsächliche Sichtbarkeit zusätzlich.
Weiter am Himmel
Astronomie trifft Astrologie
Neben der reinen Himmelsbeobachtung interessiert viele auch die astrologische Deutung. Der Aszendenten-Rechner berechnet das auf Basis deiner Geburtsdaten.
Zum Aszendenten-Rechner