Steinbock lässt sich unter den richtigen Bedingungen am Nachthimmel finden. Dieser Beitrag zeigt, wo, wann und was das Sternbild besonders macht.
Im Überblick
sea goat
Was man über Steinbock weiss
| Lateinischer Name | Capricornus |
|---|---|
| Genitiv | Capricorni |
| IAU-Kürzel | Cap |
| Fläche | 414 Quadratgrad (Rang 40 von 88) |
| Hellster Stern | Deneb Algedi (Helligkeit 2.81) |
Astronomen nutzen für Sterne in Steinbock die Bayer-Nomenklatur mit dem Genitiv Capricorni. Ausnahmen bilden besonders helle oder kulturhistorisch bedeutsame Sterne wie Deneb Algedi, die einen eigenen Namen aus arabischer, griechischer oder lateinischer Überlieferung tragen.
Woher Steinbock seinen Namen hat
Als eines der 48 antiken Sternbilder des Ptolemäus gehört Steinbock zu den ältesten dokumentierten Himmelsfiguren überhaupt.
Steinbock bedeckt mit rund 414 Quadratgrad ein überdurchschnittlich grosses Stück Himmel, Rang 40 von 88 Sternbildern.
Sichtbarkeit von Steinbock
Steinbock liegt äquatornah und ist je nach Jahreszeit zumindest teilweise auch von Mitteleuropa aus sichtbar, am ehesten im Herbst.
Praktische Beobachtung
Wer Steinbock von blossem Auge finden will, sollte zunächst den hellsten Stern des Sternbilds anpeilen und von dort die schwächeren Nachbarsterne absuchen.
Beobachtungs-Tipp
Prüfe vor der Beobachtung Mondphase und Wetter, ein heller Vollmond überstrahlt schwächere Sternbilder.
Kurz erklärt
Braucht man ein Teleskop, um Steinbock zu sehen?
Das hängt vom hellsten Stern ab: Bei einer Helligkeit um 2.81 ist das Sternbild in dunklen, klaren Nächten meist mit blossem Auge erkennbar, ein Fernglas erleichtert das Auffinden zusätzlich.
Wie unterscheidet sich das astronomische Sternbild von einem gleichnamigen Tierkreiszeichen?
Die 88 astronomischen Sternbilder haben feste, von der IAU festgelegte Grenzen. Die zwölf astrologischen Tierkreiszeichen sind dagegen gleich grosse, gedachte Abschnitte von 30 Grad und haben sich durch die Präzession der Erdachse von den tatsächlichen Sternbildern verschoben.
Wann wurde Steinbock offiziell festgelegt?
Die heutigen Grenzen aller 88 Sternbilder legte die Internationale Astronomische Union 1922 fest, auch wenn viele Sternbilder, darunter Steinbock, schon deutlich älter sind.
Gibt es zu Steinbock einen Mythos?
Viele Sternbilder tragen eine Überlieferung aus der griechisch-römischen Mythologie oder wurden nach Objekten und Tieren benannt. Details dazu liefert der Abschnitt zur Herkunft oben.
Kann ich Steinbock mit blossem Auge finden?
In lichtverschmutzten Gegenden ist das oft schwierig. Am besten gelingt die Beobachtung fernab von Stadtlicht bei klarem Himmel und in der genannten Jahreszeit.
Zählt Steinbock zu den zirkumpolaren Sternbildern?
Nein, Steinbock ist nicht zirkumpolar und daher nur zu bestimmten Jahreszeiten am Nachthimmel zu sehen.
Fakten zu Größe, Herkunft und hellstem Stern sind astronomisch dokumentiert. Die Angaben zur besten Beobachtungszeit gelten als grober Richtwert für den deutschsprachigen Raum.
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